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Im Archiv finden Sie sämtliche alten Blog-Einträge und Rennberichte sowie die Ranglisten der einzelnen Derbys.

Seifenkisten-Blog-Archiv

1. Derby in Nara, im schön nassen Bleniotal

Das war ein Derby der Extraklasse. Zum ersten Mal wurde in Nara, dem Skigebiet oberhalb Aquarossa, ein Seifenkistenrennen veranstaltet. Nara liegt im Bleniotal, also unterhalb des Lukmanierpasses und oberhalb von Biasca im Tessin. Weil es wie üblich morgens um 10 los ging, fuhren wir bereits am Freitag Abend ins Tessin. Die Anfahrt via Gotthard-Tunnel war problemlos. Acquarossa besteht aus mehreren kleinen und kleinsten Dörfern. In Comprovasco muss man links abbiegen und den Berg hinauf fahren. Und die Strasse nimmt kein Ende. Eine gute halbe Stunde schraubt sich die enge Strasse den Berg hinauf. Fast ganz oben, im Weiler Addi, war das Fahrerlager untergebracht.

Die Rennstrecke führt von da gute zwei Kilometer abwärts zu Talstation einer Sesselbahn. Diese diente zum Rücktransport der Seifenkisten, dazu später mehr. Die Strecke war gespickt mit Schikanen, einer scharfen und engen Wendekurve und sehr knifflig zu fahren. Eine anspruchsvolle Strecke, bei Sonnenschein schon schwierig, bei den herrschenden Wetterverhältnissen sehr anspruchsvoll. Es regnete, nein der Himmel öffnete den ganzen Tag seine Schleusen. Sintflutartig floss das Wasser die Rennstrecke hinab. Unsere eigentlich wetterfeste Kleidung war nach zwei Stunden durchnässt. Keine Chance zum trocknen.

Im Rennen selbst gab es trotz den misslichen Verhältnissen nur wenige Unfälle. Etliche Dreher klar, ein paar Ausflüge in die Botanik, alle glimpflich und ohne Blessuren. Marc fuhr drei fehlerfreie Läufe mit mittelmässigen Zeiten. Bei dem Wetter war nicht mehr zu erwarten. Fahrer und Kiste am Ende des Tages wieder komplett und unverletzt verladen - was will man mehr.

2015-08-17 14:17 von Gregor A. Ambühl


Video Report zum GP in Nara (TI)

Am 1. "Grand Prix Casse di Sapone" in Nara, im Bleniotal gelegen, wurde dieses Video gedreht. Es zeigt den unteren Teil der kniffligen Strecke, die schwierigen Verlhältnisse und den abenteuerlichen Kisten-Transport per Seilbahn:

Video

2015-08-17 08:33 von Gregor A. Ambühl


Engadin-Derby-Video

Anlässlich des Engadin-Derby und der Schweizermeisterschaft der Seifenkisten in St. Moritz / Celerina war auch das Radiotelevisiun Svizera Rumantscha anwesend. Entstanden ist diese Video-Dokumenation über das Rennen der "chascha da savun", Marc ist am Schluss des Videos zu sehen:

2015-06-29 08:59 von Gregor A. Ambühl


Schweizermeisterschaft im Engadin

Die Schweizermeisterschaft der Seifenkistenfahrer wird jedes Jahr an einem anderen Ort durchgeführt. Dieses Jahr war St. Moritz / Celerina der Austragungsort. Eine Rennstrecke mit Superlativen. Start auf 1’800 Metern über Meer, 900 Meter Streckenlänge, die berüchtigte Horse-Shoe-Kurve und eine tückische Rampe zum überfahren mitten auf der Strecke. Hinzu kamen das grandiose Wetter und die gute Stimmung der Fahrerinnen und Fahrer.

 

2015-06-29 08:57 von Gregor A. Ambühl


Rennwochenende im Bündnerland

Gleich zwei Rennen hintereinander im Kanton Graubünden, das Bündner Rennwochenende liegt hinter uns. Am Samstag Obersaxen im Dauer-Nieselregen, am Sonntag Tschiertschen mit Regen, Nebel und etwas Sonnenschein. Das war ein spannendes, tolles aber auch kaltes und feuchtes Wochenende. Sportlich gibt es nicht viel zu vermelden, nasse Strecken liegen Marc einfach nicht.

Das Rennen in Obersaxen startete erst um 14 Uhr, dafür waren gleich alle drei Rennläufe nacheinander zu absolvieren. Marc fuhr zum ersten Mal in Obersaxen und mochte die Strecke. Nicht zu knifflig aber dennoch spannend genug. Leider bekundete er arg Mühe mit dem rutschigen Strassenbelag und den schwerer zu kontrollierenden Bremsen. So blieb er am Schluss weit hinter seinen Erwartungen zurück.

Bei der Siegerehrung hörte es auf zu Regnen. Endlich. Trocken und um Erfahrungen reicher fuhren wir nach Tschiertschen und verbrachten eine kalte Nacht. Leider kam auch der Regen zurück und prasselte erbarmungslos auf unser Zelt. Am Sonntag präsentierte sich Tschiertschen grau, nass und kalt. Das Dorf war im Nebel kaum auszumachen. Als sich der Nebel endlich lockerte nieselte es bereits wieder. Erst am Mittag wurde es endlich trockener. Die Sicht auf die tief hinab verschneiten Berge zeigte, wie kalt es in der Nacht war.

Aber das Rennen war wieder eine Klasse für sich. Die Organisatoren lassen sich jedes Jahr wieder etwas neues einfallen, dieses Rennen ist einfach ein Muss im Seifenkisten-Kalender. Dieses Jahr wurde die Strecke mit zwei Wahl-Slaloms ausgestattet. Wahl-Slalom bedeutet, dass der Fahrer wählen darf, auf welcher Seite er in den Slalom einfährt. Und die Wahl war knifflig. Tschiertschen ist bekannt für seine engen Gassen mit altem, unebenen Belag. Und in der Enge auch noch Slalom fahren - Spanung pur.

Unfallfrei konnten wir das Rennen hinter uns bringen, auch hier lag eine gute Plazierung aufgrund der Wetterverhältnisse nicht drin. Jetzt geht es an die Schweizermeisterschaft im Engadin, hoffentlich mit gutem Wetter.

2015-06-25 08:54 von Gregor A. Ambühl