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Im Archiv finden Sie sämtliche alten Blog-Einträge und Rennberichte sowie die Ranglisten der einzelnen Derbys.

Seifenkisten-Blog-Archiv

Cup-Finale Veltheim - das letzte Rennen 2014

Mit dem Cup-Finale in Veltheim endet die Renn-Saison 2014. Noch einmal wurde es spannend, ein letztes Mal wurde um Bruchteile von Sekunden gekämpft, mit Tor-Kegeln und Baumstämmen gerungen. Nach dem spannenden Rennen hiess es Abschied nehmen von Fahren und Eltern. Der Jahrgang 1998 verabschiedete sich in die Seifenkisten-Pensionierung. Der Jahrgang 2007 rutscht nach.

Aber zuerst wurde es nochmals spannend. Die Organisatoren stellten eine anspruchsvolle Rennstrecke zur Verfügung. Vor allem die zweite Schikane hatte es in sich. Hier trennte sich die Spreu vom Weizen, hier zeigte sich wer fahren kann und wer nicht. Veltheim ist berüchtigt für seine Baumstämme als Streckenbegrenzung. Seifenkisten unfreundlich aber effektiv. Die Baumstämme hielten schleudernde Kisten und allzu stürmische Piloten vom Abgrund fern und der Seifenkisten-Ersatzteile-Shop kann sich freuen, etliche neue Räder verkauft zu haben.

Wettertechnisch konnte nicht geklagt werden. Der Morgennebel verzog sich am Mittag und die beiden Nachmittagsläufe konnten bei strahlendem Sonnenschein gefahren werden. Für Marc gab es direkt nichts zu verlieren, sein 4. Platz im Jahrgangscup stand fest. Trotzdem gab er nochmal alles und versuchte für Ruhm & Ehre eine gute Plazierung zu erreichen. In jedem Lauf konnte er seine Zeit verbessern und fuhr stets fehlerfrei. Mit Rang 44 (von 79) schnitt er gut ab. Das lässt auf nächstes Jahr hoffen.

Mit der Rangverkündigung endete das Seifenkisten-Jahr 2014, Marcs dritte Saison. In die vierte starten wir mit neuem Material, über den Winter muss noch lackiert werden. Unsere gelbe Kiste wird ebenfalls fit gemacht und sucht für 2015 einen neuen Fahrer. Interessenten melden sich bitte einfach per Mail bei uns.

Wir freuen uns auf die Saison 2015 und wünschen allen Fans & Lesern ein gutes Winterhalbjahr.

2014-10-06 12:47 von Gregor A. Ambühl


Zweitletztes Rennen im Hirzel; Qualifikation für die SM 2015 geschafft!

Diesen Sonntag versöhnte sich das Wetter mit dem Seifenkisten-Zirkus. Den ganzen Tag lang blauer Himmel und Sonne. Angenehme Wärme. So macht es Spass. Das Rennen im Hirzel war das vorletzte dieser Saison und somit die letzte Gelegenheit für fehlende Punkte.

Die Erwartungen waren gross, schliesslich trumpfte Marc hier vor einem Jahr gross auf und holte den fehlenden Punkt für die Jahrgangswertung. Die Strecke sollte Marc liegen. Eng, nicht besonders schnell und knifflig. Solche Strecken mag er.

Im ersten Lauf fuhr er passabel, ca. zwei Sekunden schneller als im letzten Jahr. Meinte aber, da liege noch etwas drin. Angriff im zweiten Lauf, etwas zu viel Schwung in einer Schikane, durch einen beherzten Bremseingriff abgefangen, aber Zeit verloren. Schade; Streichresultat. Der dritte Lauf passte. Fast zwei Sekunden schneller als im ersten Lauf. Das reichte für Rang 46 von 75 und die Qualifikation für die Schweizermeisterschaft 2015. Wir sind also dabei, wenn die Schweizermeisterschaft in St. Moritz durchgeführt wird. Gratulation an den Fahrer!

Am Samstag ist bereits das nächste, das letzte Rennen der Saison. Der Cup-Final in Veltheim. Noch einmal Vollgas! Bis dann ...

2014-09-29 09:59 von Gregor A. Ambühl


Wetterkapriolen und Idioten an der siebten Ausgabe des Grossen Preises von Speicher

In der berüchtigen Kalabinth-Kurve

Sonntagmorgen, 08.00 Uhr in Speicher. Es nieselt leicht aus den Wolken. Die Rennpiste ist nass, der Himmel grau. Gleicher Ort, eine Stunde später; es trocknet. Kurz vor 10 Uhr blinzelt zum ersten Mal die Sonne durch das triste Grau. Der erste Lauf kann trocken über die Bühne gehen. Marc fährt nach zweiwöchiger Pause wieder mit Silvan Ulrichs Profi-Kiste.

Die Strecke ist schnell und vor allem im ersten Abschnitt knifflig. Stell geht es vom Start hinab zur berüchtigten Linkskurve. Diese Kurve muss mit viel Tempo genommen werden, um im folgenden flachen Teilstück nicht zu viel Tempo zu verlieren. Ein zu hohes Tempo birgt aber das Risiko von Drehern und Abflügen. Nicht gerade die idealste Strecke für Marc. Er mag lieber die engen, langsamen Strecken. Die Zeit des ersten Laufes ist dementsprechend verhalten.

Das Mittagessen nehmen wir bei strahlendem Sonnenschein im Freien zu uns. Wunderbar. Auch der zweite Lauf kann trocken und bei Sonnenschein durchgeführt werden. Marc nimmt sich Tipps von erfahrenen Fahrern zu herzen und fährt sieben Sekunden schneller. Gut so. Zwar immer noch nicht da, wo ich ihn sehen möchte, aber schon vielversprechend. Gut, seine direkten Konkurrenten (im Jahrgang) trainieren zwei bis dreimal pro Woche, da müssen sie einfach besser fahren.

Kurz vor drei Uhr nachmittags verdunkelt sich der Himmel zusehends. Pünktlich zum Start des dritten Laufes öffnet der Himmel seine Schleusen und versucht das Renngelände zu fluten. Unerbittlich prasseln die Wassermassen hernieder. Das gibt keine gute Zeit mehr. Marc versucht trotzdem noch eine gute Zeit hinzukriegen. Da passiert es. Irgend so ein Idiot trampelt durch das Zieltor und stoppt die Zeit von Marc und der vor ihm fahrenden Kiste. Wohlgemerkt, das Tor ist durch seitliche Absperrungen ein Absperrband quer hindurch, deutlich gesperrt. Leute, die da trotzdem hindurch trampeln, sind entweder blind oder einfach Idioten. Das Ergebnis - Laufwiederholung.

Das Wasser schiesst in Bächen durch die Seifenkiste. Marc ist Pflotschnass und will nicht mehr fahren. Da es eh keine grosse Zeitverbesserung mehr geben wird, entscheiden wir beide, auf die Laufwiederholung zu verzichten. Nächste Woche sind wir auf dem Hirzel. Hoffentlich ohne Zwischenfälle mit Fussgängern, streunenden Katzen und Radfahrern.

2014-09-22 08:08 von Gregor A. Ambühl


Premiere am 2. Müllheimer Derby

Tief geduckt in Silvan Ulrichs Kiste

Premiere gelungen, Ergebnis ausbaufähig. So lautet das Fazit des vergangenen Rennwochenendes. In Müllheim wurde zum zweiten Mal ein Rennen veranstaltet und das Derby gehört bereits jetzt zu unseren Lieblingen. Die lange Strecke mit viel Abwechslung und zwei kniffligen, entscheidenden Punkten, guter Festwirtschaft und einem angenehmen Platz für das Fahrerlager bietet alles, was das Seifenkistenherz begehrt. Das Wetter war perfekt, Sonnenschein, 25 Grad Celsius und blauer Himmel. Die Zuschauer kamen in Scharen - weiter so Müllheim. Der finale Zielschuss mit der Geschwindigkeitsmessung war da nur noch das i-Tüpfelchen.

Marc durfte an diesem Rennen eine Profikiste testen. Silvan Ulrich fährt seine letzte Saison und wir haben die Möglichkeit, seine Kiste zu übernehmen. Und in Müllheim war nun eben Probefahren angesagt. Die Erwartungen waren klein, den der Wechsel von der ungefederten Standardkiste zur vollgefederten Profikiste muss zuerst umgesetzt werden. Doch im ersten Lauf fuhr Marc eine tolle Zeit. Er war seinen direkten Konkurrenten auf den Fersen, sozusagen an der Stossstange. Das liess Hoffnung aufkommen.

Im zweiten und dritten Lauf konnte er sich leicht steigern, doch die Rücksicht auf das geliehene Material liess ihn frühzeitig bremsen. Nur ja keinen Dreher riskieren. Aber er fuhr stets fehlerfrei und fühlte sich in der Kiste sichtlich wohl. So wohl, dass die Probezeit auf die nächsten Rennen ausgeweitet wurde. Unser gelber Renner darf also in Pension gehen. Und die Konkurrenz? Die fuhr wie immer stark und am Schluss waren es die üblichen Zeitabstände.

2014-09-08 08:30 von Gregor A. Ambühl


Seifenkisten-Derby Guntalingen

Lass Rollen!

Das Weinbau und Tabak-Dorf Guntalingen war Austragungsort des nächsten Rennens auf dem Rennkalender. Nach Guntalingen folgen nur noch sechs Rennen. Also müssen jetzt gute Plätze her, soll der dritte Platz im Jahrgangscup gehalten werden. Das war aber sehr schwer, aus drei Gründen.

Erstens mochte Marc die Strecke von Anfang an nicht. Er konnte nicht genau sagen, was ihn störte, aber die Strecke gefiel ihm einfach nicht. Zweitens ist die Strecke, vor allem zu Beginn, eine elend lange Gleiterstrecke. Das heisst eine lange Strecke mit minimalstem Gefälle. Es braucht lange, um auf Tempo zu kommen, jede Lenkkorrektur bremst, jede Lageveränderung in der Kiste bremst. Und das liegt weder Marc noch unserer Kiste besonders gut. Der dritte Grund war das Wetter. Den ersten Lauf konnte bei trockenem Wetter durchgeführt werden. Pünktlich zum Start des Zweiten, begann es zu regnen. Und im dritten Lauf regnete es in Strömen. Und Marc ist definitiv kein Regenfahrer. Während andere im Regen zu Höchstform auflaufen, wird er langsamer.

Nach dem zweiten Lauf lag Marc noch in guter Position, doch der dritte Lauf misslang völlig. Er war ein wenig enttäuscht, trug es aber sportlich und freut sich nun auf das nächste Rennen in Müllheim. Und eventuell gibt es dort noch eine Premiere. Marc hat die Ehre, die Kiste eines scheidenden Hunderter-Fahrers zu testen. Also mit Top-Material zu fahren. Und da freuen sich Coach und Fahrer.

2014-09-01 07:46 von Gregor A. Ambühl